… und die Ursache wurde gefunden!
Seit einigen Monaten hat mich ja nun immer wieder mehr oder weniger ein unangenehmer Schmerz in der rechten Seite meines Kopfes beschäftigt.
Nachdem die Zähne und das Ohr als Ursache inzwischen ausgeschlossen waren, kam ich erst auf den Gedanken dass irgendwelche unpassenden Haltungsgewohnheiten und damit verbundene Verspannungen in Frage kommen. Aber so richtig deutlich kam ich trotz meiner Sitzposition im Rollstuhl und meiner täglichen Schreibtischtätigkeit nicht auf die Lösung.
Dann tat ich endlich genau das Richtige. Das führte mich auf die Spur zur Ursache und inzwischen zum nachhaltigen Abschalten dieser durchaus lästigen und beeinträchtigenden Schmerzen.
Die Lösung war ganz einfach, einfach mal den Mund aufmachen. Und das in doppeltem Sinn.
Zuerst fragte ich endlich mal meine Physiotherapeutin und schilderte ihr die Sachlage. Nach ihrer durchaus extrem schmerzhaften Untersuchung meiner Gesichts- und Halsmuskulatur kam ihre Diagnose: Verhärtung des Kaumuskels rechts im Gesicht.
Sie fragte mich ob ich häufig die Zähne zusammenbeissen würde, z.B. nachts im Schlaf öfter kauende und mahlende Geräusche von mir geben würde. Mit dieser Vorlage kam ich schnell zur Lösung. Bei jeder körperlichen Anstrengung, wie z.B. einem Transfer, hatte ich die dumme Angewohnheit fest die Zähne zusammen zu beissen. Bei jeder Anspannung und vielen Spastiken machte ich das.
Der Rest der Geschichte war einfach. Die Physiotherapeutin meines Vertrauens behandelte die von ihr erkannte Verhärtung meine Kaumuskulatur. Das war allerdings eine sehr schmerzhafte und unangenehme Prozedur. Durch Druck auf gewisse Bereiche von Gesicht und Hals erzeugte sie derart heftige Zahnschmerzen dass mir schon schwarz vor den Augen wurde. Aber damit wurde wohl die betroffene Stelle wieder geschmeidig, also lohnte sich diese Tortur.
Dazu kam eine konsequente Änderung meiner Gewohnheiten. Ich gewöhnte mir an, bei jeder körperlichen Anstrengung nicht die Zähne zusammen zu beissen sondern auch dabei den Mund auf zu machen. Immer locker beim Transfer den Unterkiefer hängen lassen kann da z.B. echt schon etwas bewirken.
Nach zwei oder drei Behandlungen durch die Therapeutin, von mir allerdings eher als Folter empfunden, war der Schmerz dank meines konsequent geänderten Verhaltens dann endgültig verschwunden. Dieser Schmerz hatte mich nun über Monate geärgert und die Lösung war ganz einfach:
Einfach mal öfter den Mund aufmachen!