Der neue Rolli 1/3
Der von mir täglich benutzte Rollstuhl war nun wirklich in die Jahre gekommen. Ihn wieder flott zu machen hätte bedeutet, u.a. folgende Teile zu erneuern: Lenkräder, Armlehnen, Bremsen, Radlager, Steckachsen, Fußbretter, Antriebsräder, Überkippschutz, Sitzbespannung, Sitzkissen.
Eigentlich wäre nur der Rahmen geblieben, alle anderen Teile waren verbraucht bzw. abgenutzt. Der Reha-Techniker meines Vertrauens kam da natürlich zu der einzigen sinnvollen Lösung. Nach über sechs Jahren musste langsam mal ein neuer Rollstuhl ran.
Wie immer in solchen Fällen war jetzt natürlich der Moment gekommen, wo einige Entscheidungen bzgl. der Auswahl von Modell und Ausstattung getroffen werden mussten. Der alte Rolli war aus meiner Sicht schon die ideale Wahl, nur die Neigung der Rückenlehne sowie der Schwerpunkt machten es etwas unbequem und schwer zu navigieren.
Also einigten wird uns darauf, das gleiche Modell in gleicher Sitzbreite zu ordern. Aber zur Verbesserung der Sitzposition und der Handhabung habe ich mich von einigen Änderungen überzeugen lassen:
- Die Rückenlehne nicht mehr verstellbar sondern fest und senkrecht, um aufrecht zu sitzen.
- Verringerung der hinteren Sitzhöhe und die senkrechte Rückenlehne etwas zu entschärfen.
- Schmalere Lenkräder mit geringerem Rollwiederstand.
- Kürzere Rahmenlänge ohne abschwenkbare Fußbretter um aufrechter zu sitzen.
- Vernünftige Kniehebelbremsen mit Griffverlängerungen.
- Fußbretter aus Aluminium, die sind stabiler und bequemer für die Füße.
Der Rollstuhl wurde recht schnell nach Wunsch gefertigt und geliefert. Ich konnte recht gut sitzen und das Navigieren war traumhaft einfach. Die ausgiebige Probezeit vor den letzten Anpassungen konnte beginnen, die Erwartungen waren hoch und ich guter Dinge.