Kiffen und Kacken

Dienstag, März 24, 2020

An machen Tagen ist es vielleicht sehr schwierig, den Darm zu entleeren. Wer dann zusätzlich noch auf die Hilfe einer Pflegeperson angewiesen ist, u.a. um die Toilette zu besuchen, der fühlt dabei eventuell noch eine Art Erfolgszwang und setzt sich damit selber unter Druck.

Dabei gibt es viel bessere Methoden um den Erfolg zu erleben. In Ruhe, Gemütlichkeit und angenehmer Atmosphäre.
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Die richtigen Worte zur richtigen Zeit

Sonntag, September 23, 2018

Ich bin vermutlich nicht depressiv. Ich habe eigentlich nie genau verstanden, was das ist und wie das funktioniert. Ich kenne aber auch gelegentliche Phasen von Traurigkeit, Hoffnungslosigkeit, Wut über meine Schwächen und Gebrechen wie vermutlich viele andere Menschen.

Neulich war es mal wieder soweit. Ich hatte keinen Drang irgendwas zu tun, ich hab nur dumm da gesessen und mich selbst bemitleidet. Nichts machte mir Freude oder weckte mein Interesse.
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Nun wurde Gott zu meinem Freund

Donnerstag, März 22, 2018

Als ich mich im Mai 2017 darüber beklagte dass Gott mich ignorieren würde, würde ich ja nach einigen Wochen durch angeregten Austausch von Kommunikaten in Form von Mail eines Besseren belehrt. Damals dachte ich auch irgendwann, nachdem beide Seiten zufrieden waren (ich mit der Ware und er mit meinen Euros) und ich nichts mehr hörte, dieses Thema ist nun erledigt.

Aber hallo, heute trudelte nach langer Zeit wieder ein Kommunikat ein und landete prompt in meinem Spam-Filter.
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Leben ohne Interferon ist prima

Samstag, Juli 22, 2017

Im August 2016 hatte ich ja endgültig die Schnauze voll von der blöden Basistherapie und hatte dann die ewige Spritzerei eingestellt.

Jetzt ist fast ein Jahr vergangen und ich kann mit Sicherheit sagen dass ich nichts vermisse, weder bzgl. dem Verlauf noch wegen der Routine. Angefangen hatte ich am 1.6.2004 unmittelbar nach der Diagnose mir jeden zweiten Abend eine Spritze subkutan in den Bauch zu stechen. Nach etwa 12 (gut 12 Jahre) x 365/2 (alle 2 Tage) = 4000 Spritzen war mein Gewebe um die Einstichstellen auch ziemlich verhärtet und schmerzempfindlich. Inzwischen fühlt sich das alles wieder viel besser an und die Haut sieht auch wieder normal aus ohne die ständigen roten Flecken um die Einstichstellen.

Dazu kamen in unregelmäßigen Abständen immer öfter heftigen Nebenwirkungen wie Schüttelfrost und Fiebergefühl, beides versaute mir dann die Nacht und oft auch den Tag nach der Spritze.
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2016, ein Jahr geht dem Ende zu

Mittwoch, Dezember 28, 2016

In wenigen Tagen ist das Jahr 2016 vorbei, Zeit um zurück zu blicken was da eigentlich passiert ist in meiner Welt. Obwohl, nö, eigentlich habe ich diese Zeit nicht, aber ich möchte es tun. Was also brachte mir das Jahr 2016.

Also von einer Wunderheilung konnte noch keine Rede sein, aber das war mir schon länger klar und das hab ich nicht unbedingt erwartet.
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Dieses verdammte Telefon

Samstag, Oktober 29, 2016

Ja, das Telefon ist eine tolle Erfindung. Es ermöglicht viele Freiheiten, z.B. ist es extrem nützlich für die Arbeit im Home-Office oder um Notrufe zu tätigen. Man kann sogar nette Unterhaltungen führen, sofern man das gerade möchte.

Aber ich möchte nicht immer und das kapieren einige, ansonsten sogar sehr nette, Menschen nicht obwohl man es mir dann deutlich anhören kann oder ich es zusätzlich noch deutlich erwähne.

Ich frage mich was an den Sätzen “Ich kann gerade nicht” , “Ich hab gerade überhaupt keine Zeit” oder “Nun muss ich aber …” so schwer zu verstehen ist.
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Geht es dir heute etwas besser?

Samstag, September 17, 2016

Ganz ehrlich, ich kann diese saudumme Frage nicht mehr ertragen. Gut, von Menschen die mich kaum oder erst kurz kennen geht das in Ordnung, es ist vermutlich gut gemeint oder wirkt zumindest so.

Aber Menschen die mich schon viele Jahre kennen, z.B. bucklige Verwandte oder sog. Freunde, und eigentlich mitbekommen haben sollten dass es mir über die Jahre immer schlechter geht, die gehen mir mit dieser blöden Frage echt auf die Nerven und verhindern dass ich sie noch weiter ernst nehmen kann.
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Suicide-Snails

Samstag, Juli 30, 2016

Etwas erstaunt dachte ich gerade an die vielen, zum Teil erheblich grausam zugerichteten Leichen die meine Wege pflastern.

Bis ich mich aus gesundheitlichen Gründen entschied (nicht ganz freiwillig aber es ging nicht mehr) mich nicht mehr im Straßenverkehr hinter das Lenkrad eines Fahrzeugs zu quälen hatte ich dort schon einige kuriose Erlebnisse. Und ja, ich war jetzt nicht unbedingt der langsamste Autofahrer. Meine Fahrzeuge hatten immer genug unter der Haube, lieber immer etwas größer und mit allem Schnickschnack um mich angenehm zu bewegen. Lieber mal etwas älter aber dafür reichlich Leistung und Komfort und die Zahlen auf diesen komischen runden Verkehrsschildern mit rotem Rand waren eh nur Richtwerte bzw. gut gemeinte Vorschläge der Behörden.
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