Es hätte ein schöner Tag werden können
Es ist Sonntag, wir haben in Ruhe gefrühstückt, danach wurde mir gehörig der Kopf gewaschen. Damit meine ich jetzt natürlich die Pflege meines Haupthaares unter der Dusche. Danach eine gepflegte Havanna und noch einen schönen Becher frischen Kaffee.
Nun ja, alles schön wie so oft. Ein ruhiger Sonntag stand bevor, Zeit um Kleinigkeiten zu erledigen und möglichst wenig Hektik aufkommen zu lassen. Aber ich blöder Trottel merkte dass mir irgendwas zum Kaffee fehlte, darauf flitzte ich in die Küche und holte mir einen leckeren “Storck Riesen” zum Kaffee. Damit fing das Elend an.
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Eine Vorsorgevollmacht muss sein
Nachdem wir 2016 und 2017 hautnah erleben durften was alles davon ahängen kann haben wir mit notarieller Unterstützung relativ zeitnah dafür gesorgt dass uns im Ernstfall nicht ständig Steine vom
Steine ist dabei noch arg untertrieben, das war eher Geröll bzw. Felsbrocken was uns fast zwei Jahren richtig das Leben versaut hat.
Eigentlich fing es recht harmlos an, unsere Tante erlitt einen zweiten Schlaganfall der ihr ziemlich zusetzte. Nach dem ersten Schlaganfall waren hauptsächlich motorische Ausfälle geblieben aber aus meiner Sicht wird der Gebrauch von Beinen und Armen ja eh überbewertet.
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Strohwitwer sein klingt lustig …
… aber ich bin kein Freund davon!
Nun habe ich zur Zeit gerade einige Tage das zweifelhafte Vergnügen diese ohne meine über alles geliebte Ehefrau zu verbringen. Ich merkte ziemlich schnell es ist jetzt nicht sehr erstrebenswert seine Zeit ohne den Menschen den man liebt und mit dem man seit Jahren zusammen lebt zu verbringen.
Die erste Nacht fing schon mit Schwierigkeiten beim Einschlafen an, das relativ einsame Aufwachen war jedoch noch komischer. Zum Glück haben die Katzentiere inzwischen einen eigenen Schlüssel und nutzen die neue Katzenklappe nach belieben anstatt wie früher extrem früh am Morgen lautstark Auslass oder/und Einlass und Frühstück zu verlangen.
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Am Schreibtisch Kissenbruch erlitten, “wie immer”.
Das klingt jetzt etwas dramatischer, eigentlich möchte ich nur mal mein Erstaunen über unser Gesundheitssystem los werden.
Also auf jeden Rollstuhl gehört eigentlich ein Kissen. Die sind normalerweise immer recht bequem, aber auch teuer. Ewig halten die Dinger auch nicht, gerade bei täglichem intensiven Gebrauch sind die irgendwann durchgesessen oder einfach kaputt.
Anfang des Jahres war es dann bei mir mal wieder soweit, ich kannte das schon und setzte den Ablauf in Gang wie immer:
- Verordnung von Arzt besorgen mit den Worten “wie immer”.
- Anruf beim Versorger für Hilfsmittel mit der Bitte um Zusendung mit den Worten “wie immer”.
- Verordnung per Post zum Versorger, dabei ein Zettel mit der Bitte um Zusendung mit den Worten “wie immer”.
- Warten auf den Paketdienst wie immer, die Montage (drauflegen) wollte ich eigenhändig durchführen “wie immer”.
Aber irgendwie ist nichts mehr “wie immer”.
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Kann man so blöd sein 2x den gleichen Fehler zu machen.
Was führt einen Bürger zu der Überlegung, ob die Mitgliedschaft in einem Verband eine für ihn sinnvolle Sache sei. Die Argumente liegen auf der Hand, gerade als chronisch Kranker und / oder Behinderter wurde man vermutlich schon öfter einfach verarscht. Sei es von Krankenkassen, Pflegekassen, Arbeitsagenturen, MdK und anderen Kostenträgern. Dazu die Aussicht auf ein möglicherweise vorzeitiges Ende des eigenen Erwerbslebens und die damit möglicherweise verbundenen Anstrengungen seine Rechte gegenüber Rentenkassen, Berufunfähigkeisversicherungen usw. durchzusetzen.
Betrachtet man nun die Hochglanzbroschüren und Webseiten der Sozialverbände findet man viele Zusagen über Unterstüzungen in gerade solchen Themen. So eine Rechtsberatung könnte ja möglicherweise mal richtig nützlich sein wenn es an Themen wie Pflegegrad, GdB oder EU-Rente geht. Dazu erschwinglich wirkende Preise, oft nur in Form von einstelligen Monatsbeiträgen zu finden, das ist so verlockend da sucht man oft schnell den Zugang.
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Ich werde in eure Gräber urinieren
Vor einiger Zeit ging mir wieder mal das schon öfter gehörte Zitat “Vorteile der MS” durch den Kopf. Dieses mal mit zum Teil recht lustigen Ideen in welchen Situationen man von der Diagnose und den in Folge oft damit verbundenen Einschränkungen Vorteile haben könnte.
Ein einfaches, wenn auch nutzloses, Beispiel: Eigentlich könnte ich jedem Ordnungshüter in der Öffentlichkeit einen sog. Stinkefinger zeigen und das mit einer heftigen Spastik im Mittelfinger rechtfertigen. Das wäre durchaus plausibel, ich werde seit Jahren gegen starke und unkontrollierbare Spastiken palliativ behandelt. Das ist alles dokumentiert, seit einigen Jahren beziehe ich deswegen sogar ein THC-haltiges Medikament auf Btm-Rezept.
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