Am Schreibtisch Kissenbruch erlitten, “wie immer”.
Das klingt jetzt etwas dramatischer, eigentlich möchte ich nur mal mein Erstaunen über unser Gesundheitssystem los werden.
Also auf jeden Rollstuhl gehört eigentlich ein Kissen. Die sind normalerweise immer recht bequem, aber auch teuer. Ewig halten die Dinger auch nicht, gerade bei täglichem intensiven Gebrauch sind die irgendwann durchgesessen oder einfach kaputt.
Anfang des Jahres war es dann bei mir mal wieder soweit, ich kannte das schon und setzte den Ablauf in Gang wie immer:
- Verordnung von Arzt besorgen mit den Worten “wie immer”.
- Anruf beim Versorger für Hilfsmittel mit der Bitte um Zusendung mit den Worten “wie immer”.
- Verordnung per Post zum Versorger, dabei ein Zettel mit der Bitte um Zusendung mit den Worten “wie immer”.
- Warten auf den Paketdienst wie immer, die Montage (drauflegen) wollte ich eigenhändig durchführen “wie immer”.
Aber irgendwie ist nichts mehr “wie immer”.
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Ich werde in eure Gräber urinieren
Vor einiger Zeit ging mir wieder mal das schon öfter gehörte Zitat “Vorteile der MS” durch den Kopf. Dieses mal mit zum Teil recht lustigen Ideen in welchen Situationen man von der Diagnose und den in Folge oft damit verbundenen Einschränkungen Vorteile haben könnte.
Ein einfaches, wenn auch nutzloses, Beispiel: Eigentlich könnte ich jedem Ordnungshüter in der Öffentlichkeit einen sog. Stinkefinger zeigen und das mit einer heftigen Spastik im Mittelfinger rechtfertigen. Das wäre durchaus plausibel, ich werde seit Jahren gegen starke und unkontrollierbare Spastiken palliativ behandelt. Das ist alles dokumentiert, seit einigen Jahren beziehe ich deswegen sogar ein THC-haltiges Medikament auf Btm-Rezept.
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2016, ein Jahr geht dem Ende zu
In wenigen Tagen ist das Jahr 2016 vorbei, Zeit um zurück zu blicken was da eigentlich passiert ist in meiner Welt. Obwohl, nö, eigentlich habe ich diese Zeit nicht, aber ich möchte es tun. Was also brachte mir das Jahr 2016.
Also von einer Wunderheilung konnte noch keine Rede sein, aber das war mir schon länger klar und das hab ich nicht unbedingt erwartet.
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Dieses verdammte Telefon
Ja, das Telefon ist eine tolle Erfindung. Es ermöglicht viele Freiheiten, z.B. ist es extrem nützlich für die Arbeit im Home-Office oder um Notrufe zu tätigen. Man kann sogar nette Unterhaltungen führen, sofern man das gerade möchte.
Aber ich möchte nicht immer und das kapieren einige, ansonsten sogar sehr nette, Menschen nicht obwohl man es mir dann deutlich anhören kann oder ich es zusätzlich noch deutlich erwähne.
Ich frage mich was an den Sätzen “Ich kann gerade nicht” , “Ich hab gerade überhaupt keine Zeit” oder “Nun muss ich aber …” so schwer zu verstehen ist.
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Geht es dir heute etwas besser?
Ganz ehrlich, ich kann diese saudumme Frage nicht mehr ertragen. Gut, von Menschen die mich kaum oder erst kurz kennen geht das in Ordnung, es ist vermutlich gut gemeint oder wirkt zumindest so.
Aber Menschen die mich schon viele Jahre kennen, z.B. bucklige Verwandte oder sog. Freunde, und eigentlich mitbekommen haben sollten dass es mir über die Jahre immer schlechter geht, die gehen mir mit dieser blöden Frage echt auf die Nerven und verhindern dass ich sie noch weiter ernst nehmen kann.
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Was bisher bei mir so in Sachen Seuche passierte …
… findet der interessierte Leser jetzt hier weil meine Geschichte noch nicht am Ende ist und es immer noch im Lauf der Jahre Neuigkeiten und Ergänzungen gibt.
Suicide-Snails
Etwas erstaunt dachte ich gerade an die vielen, zum Teil erheblich grausam zugerichteten Leichen die meine Wege pflastern.
Bis ich mich aus gesundheitlichen Gründen entschied (nicht ganz freiwillig aber es ging nicht mehr) mich nicht mehr im Straßenverkehr hinter das Lenkrad eines Fahrzeugs zu quälen hatte ich dort schon einige kuriose Erlebnisse. Und ja, ich war jetzt nicht unbedingt der langsamste Autofahrer. Meine Fahrzeuge hatten immer genug unter der Haube, lieber immer etwas größer und mit allem Schnickschnack um mich angenehm zu bewegen. Lieber mal etwas älter aber dafür reichlich Leistung und Komfort und die Zahlen auf diesen komischen runden Verkehrsschildern mit rotem Rand waren eh nur Richtwerte bzw. gut gemeinte Vorschläge der Behörden.
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Ich habe eine Zecke am Arsch
Nein, damit meine ich weder Verwandte noch eine andere Person aus meinem Umfeld.
In der Tat steckt in meiner Kehrseite so ein blödes kleines Tierchen und krallt sich bombenfest (das hat jetzt nichts mit Arschbombe zu tun).
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Wenn man denkt schlimmer kann es nicht werden
Ja der Pfingstsonntag, eigentlich ein Tag wie jeder andere:
- Das Wetter ist Scheiße
- Die Beschwerden sind Scheiße
- Die Stimmung ist Scheiße
Da ist man gerade gegen 13:00 Uhr mal aufgestanden und versucht sich in die Klamotten zu quälen, Kopfschmerz, Spastiken und Steifheit sind in Höchstform, und man versucht sich zu erinnern dass es in der Schweiz so nette Leute gibt die einem beim sozialverträglichen Frühableben helfen.
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